„Gefällt mir“ ist noch keine Social-Media-Strategie

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R_B_by_Gerd_Altmann_Shapes_AllSilhouettes.com_pixelio.de

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Wenn sich mehr als 20 Millionen Deutsche bei Facebook tummeln, wittern Presseabteilungen und PR-Strategen ihre Chance, kommunikativ anzudocken. Da werden also im Minutentakt Events angepriesen, Meldungen rausgehauen und das auf allen medialen Kanälen im Netz.

Wer heute keine Fanseite hat, der ist hoffnungslos verloren, dessen Geschäfte laufen mies. Und so wird der ahnungslose Besucher von Webseiten mit Social-Media-Tools konfrontiert. Überall soll er den „Like-Button“ anklicken, wird auf den Twitteraccount geleitet oder gleich zum YouTube-Kanal.

Und als sei das noch nicht genug, sollen wir überall unsere E-Mailadresse angeben, um laufend informiert zu werden. Gelockt werden wir mit dem Hinweis: Einmal die E-Mailadresse angegeben und schon erhalten wir regelmäßig weitere Informationen. Sozusagen ohne weiteres Zutun. Zunehmend bekommt dieses Verfahren Risse. Will ich täglich von amazon informiert werden, welche Sonderangebot es nun gerade gibt? Muss ich wissen, welche Sonderangebote die Lebensmitteldiscounter gerade im Regal stehen haben? Interessiert es mich, wohin ich nächste Woche fliegen könnte?

Im Ergebnis erhalte ich so täglich mehrere Mail mit Informationen, Angeboten oder Veranstaltungen, die mich zu 98 Prozent überhaupt nicht interessieren.

Die Verführung für das Marketing ist einfach zu groß: Wenn ich mich für bestimmte Filme interessiere, dann sicher doch auch für Fernseher, Beamer, Camera, Handy… und natürlich für alle möglichen Filmgenres. Aus Sicht der Marketingexperten mag das ja alles richtig sein – mich nervt es trotzdem!

Ich will nicht ständig mit Mails bombardiert werden, deren Inhalt darin besteht, mir irgendwelche Angebote unterzujubelen. Erstens habe ich nicht die Zeit und auch nicht das Geld alles und jedes kaufen zu können. Außerdem macht es Stress! 

 So stelle ich mir das Internet nicht vor und darin kann ich auch keine Social-Media-Strategie erkennen. Und da haben wir es wieder – wenn Unternehmen Social-Media machen, um die Verkaufszahlen nach oben zu treiben, dann verzichte ich lieber darauf.

Liebe Marketingmanagner, PR-ler, Presseleute und Co! Social Media ist nicht nur ein weiterer Verkaufskanal, sondern eine Form der Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden, zwischen Kirche und Gläubige, zwischen Politik und Bürger. Das scheint noch nicht angekommen zu sein, und so ist das Einbinden des Likebutton eben auch keine Social-Media-Strategie.

Das müssen wir also noch üben!

Wenn es interessiert, sei auch auf diesen Blog verwiesen.



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