6. Dezember 2016
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Neuausristung vom Filmdienst

Filmdienst

Filmdienst

Nichts ist beständiger als der Wandel und das gilt erst recht für Zeitschriften und Magazine. Überall wurden und werden Zeitschriften aufgegeben und immer öfter sind es Traditionsreiche! Manche mögen das beklagen und sehen sich nach der guten alten Zeit zurück. Aber hilft das? Nicht wirklich. Besser den Wandel annehmen und ihn gestalten und das stellt schon eine ernorme Herausforderung dar.

In den vergangenen Tagen rückte der Filmdienst in den Mittelpunkte einiger Kommentare. Unrühmliches Beispiel ist hier sicher der Kölner Stadtanzeiger. Zu Nutze macht sich der Anzeiger eine Unsitte, das aus laufenden Prozessen Einzelheiten ausgeplaudert werden.

Der Filmdienst hat ein lange Tradition und ist in Cineastenkreisen bekannt. Herausgegeben wird er von der katholischen Filmkommission. Allerdings sinkt die Auflage kontinierlich und trotz vieler Maßnahmen gelang es nicht, die Auflage stabil zu halten, geschweige denn sie zu steigern.

Was ist also zu tun, wenn die Optionen ausgehen? Warum sich nicht dem digitalen Wandel stellen und nach vorne schauen? Es geht doch darum, möglichst viele aktuelle Filme zu besprechen, den Lesern eine Orientierung in der Fülle zu geben. Gleichzeitig geht es darum, erkennbar als Kirche zu sein. Im besten Sinne werden so Leser überrascht sein: „So etwas macht die katholische Kirche“.

Den digitalen Wandel annehmen, heißt einen professionellen Internetauftritt zu entwickeln mit einem Schatz von mehr als 75.000 Filmkritiken, die über die Jahrzehnte geschrieben wurden. Hintergründe erklären, Filme bewerten, Empfehlungen geben und das künftig online und in den sozialen Netzwerken. Das ist eine große Herausforderung und die Risiken müssen bedacht werden. Sicher ist aber auch, kein Bischof wird weder für den Filmdienst noch für andere Medienangebote der katholischen Kirche eine Bestandsgarantie für die nächsten 5, 10 oder 15 Jahre geben. Dazu befindet sich die katholische Kirche in einem zu großen Wandlungsprozess. Und die Sparrunden in den Bistümern fangen erst noch an!

Den Filmdiesnt gibt im Laufe des Jahres 2017 nicht mehr als Printprodukt, aber sehr wohl im Internet!

20. März 2016
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Fit für die Medienpädagogik

mepps15_752x423Seit über 12 Jahren bin ich nun schon „Mitveranstalter“ des Medienpädgogischen Zertifikatskurses. Und nun gibt es eine neue Auflage: Wer kann teilnehmen?

  • Sie sind als Multiplikator/in, Lehrer/in, Referent/in … in der (kirchlichen) Bildungsarbeit, Schule oder Pastoral tätig?
  • Sie suchen nach einer fundierten medienpädagogischen Aus- bzw. Fortbildung?
  • Sie interessieren sich für die politische und gesellschaftliche Bedeutung von (digitalen) Medien?
  • Sie wollen Soziale Medien für die (kirchliche) Kommunikation einsetzen, benötigen aber noch weitere Qualifikationen?
  • Sie wollen Veranstaltungen zu Chancen und Herausforderungen von Sozialen Netzwerken entwickeln?
  • Sie möchten medienpädagogische Angebote für Eltern, Schüler, Gemeinden etc. durchführen?
  • Sie wollen aktiv und kreativ mit verschiedenen Medien arbeiten?
  • Sie möchten sich dabei mit dem christlichen Menschenbild und dem besonderen Verständnis von Kommunikation als Wertehintergrund kirchlich betriebener Medienkompetenz auseinander setzen?
  • Sie wollen selbst in Ihrer Funktion MultiplikatorInnen ausbilden?

Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit „JA“ beantworten, laden wir Sie herzlich zur Bewerbung für den Zertifikatskurs Medienpädagogische Praxis ein!

Kursinhalte

  • Medienpädagogische Grundlagen: Aufwachsen und Leben in der digitalen Mediengesellschaft; Inhalt und Stellenwert des Konzepts „Medienkompetenz“; Geschichte der Medien
  • Ansätze der Medienwirkungforschung; Medienpädagogische Studien, Forschungs- und Handlungsfelder der Medienpädagogik
  • Theologie der Medien und Kommunikation; Medienethik; Medienpolitik
  • Urheber- und Medienrecht; Datenschutz; Jugendmedienschutz
  • Handlungsempfehlungen für ausgewählte Problemfelder der digitalen Mediengesellschaft
  • Mediendidaktik: von der allgemeinen Didaktik zu medienbezogenen Lernsettings; alters- und lebensweltbezogene Methoden
  • Apps, Games, Computer- und Konsolenspiele; QR-Code-Rallyes; Lightpainting; Edu-Caching uvm.
  • Praktische Medienarbeit: Film/Video; Fotografie; Radioarbeit; Mobile Medien
  • Social Media in Theorie und Praxis: Facebook, Twitter, Blogs (WordPress), Flickr/Pinterest, Youtube
  • Durchführung eines eigenen medienpädagogischen Praxisprojekts

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Menschen, die als Multiplikator/inn/en in unterschiedlichen kirchlichen und gesellschaftlichen Bereichen arbeiten, für sich einen Bedarf an medienpädagogischer Bildung sehen und haupt- oder ehrenamtlich medienpädagogisch tätig werden wollen.

Struktur

Der Kurs wird als blended learning-Veranstaltung über acht Monate durchgeführt, d.h. als eine inhaltlich abgestimmte Mischung von Präsenzphasen und Online-Lernen.

Die drei Präsenzphasen finden im KSI statt:

1. Termin: Mi., 02.11. bis Sa., 05.11.2016
2. Termin: Di., 14.03. bis Sa., 18.03.2017
3. Termin: Do., 22.06. bis So., 25.06.2017

Die Anreise erfolgt jeweils am ersten Tag bis zum Abendessen; die Abreise nach dem Nachmittags-Kaffee am Samstag bzw. in der letzten Präsenzeinheit am Sonntag nach dem Frühstück. Detaillierte Kurspläne werden jeweils rechtzeitig in der Lernplattform zur Verfügung gestellt.

Davor und dazwischen liegen Phasen des gemeinsamen Online-Lernens in einer Lernplattform (Moodle), die von einer Online-Moderatorin und externen Referierenden betreut wird. Start der Online-Phase ist der 17.10.2016.

Der gesamte Workload des Zertifikatkurses beträgt 300 Stunden (entsprechend 12 ECTS). Eine detaillierte Darstellung der gesamten Kursstruktur finden Sie online unter hier bzw. beim KSI.

Mit Abschluss des Zertifikatskurses stehen Ihnen ein Alumni-Netzwerk mit jährlichen Fortbildungstreffen und weitere Angebote zur Verfügung!

Kosten

Die Teilnehmergebühr beträgt 740,00 EUR für den gesamten Kurs inkl. Übernachtung und Vollverpflegung im KSI während der Präsenzphasen und aller Kursmaterialien.

Ort der Präsenzphasen

Katholisch-Soziales Institut (KSI)
Selhofer Str. 11
53604 Bad Honnef
www.ksi.de

(ab 2017: Siegburg – St. Augustin)

Teilnahme-Bedingungen

Neben der Zugehörigkeit zur Zielgruppe benötigen Sie

  • ein Smartphone oder Tablet sowie
  • die Bereitschaft, sich bei aktuellen Social Media-Diensten einen Account anzulegen.

Wir erwarten, dass Sie an allen Präsenzmodulen teilnehmen und sich aktiv an den Online-Phasen beteiligen. Dazu gehört auch, dass Sie im Laufe des achtmonatigen Kurses in Ihrem Arbeitsfeld ein medienpädagogische Praxisprojekt durchführen und dies im letzten Präsenzmodul präsentieren.

Bewerbung

Die Teilnehmenden-Auswahl für den Zertifikatskurs (max. 16 Plätze; Nachfolgeveranstaltungen sind geplant) findet über ein Bewerbungsverfahren statt. Bitte füllen Sie dazu bis spätestens 1. August 2016 die folgende Online-Umfrage aus. Bewerbungsstart ist der 2. März 2016.

Kursleitung

Prof. Andreas Büsch
Leiter der Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz an der KH Mainz
Tel.: 06131-28944-555
E-Mail

Stefan von der Bank
Leiter MedienkompetenzZentrum des Erzbistums Köln
Tel.: 0221-1642-3305
E-Mail

Weitere Informationen:

Beschreibung Kursstruktur und Inhalte „Zertifikatskurs Medienpädagogische Praxis“

Alle Infos über den Zertifikatskurs zum Download (PDF)

18. August 2014
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FSK bringt eigene App heraus

 Die FSK hat seit einigen Wochen eine eigene App im Angebot. Sie richtet sich an Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie an Kinder und Jugendliche. Mit einer Sortierfunktion nach Altersstufen kann man sich schnell einen Überblick darüber verschaffen, welche aktuellen Filme beispielsweise ab null, sechs oder zwölf Jahren freigegeben sind. Außerdem lässt sich nachlesen, warum ein Film eine bestimmte Freigabe erhalten hat.

Die FSK App bietet auch zu vielen Filmen den Trailer an. Kleine Spiele richten sich gezielt an Kinder und Jugendliche, machen aber auch Erwachsenen Spaß.

Die App ist eine sehr gute Idee der FSK. Zumal das Video sehr gut die „Klassifizierungen“ der Altersfreigabe kurz und prägnant darstellt.

Also Daumen rauf für die FSK

Die FSK im Netz:

Webseite: www.fsk.de

 

 

2. April 2014
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Zwitschern wird immer beliebter

2014_twitter_profilbildWaren es zunächst die „Medienprofis“, die twitterten, hat sich der Micro-Blogging Dienst Twitter zu neuen Ufern aufgemacht. Immer mehr Menschen nutzen die Möglichkeiten und schreiben in maximal 140 Zeichen ihre Botschaften, Meinungen oder Kommentare. Twitter hat sich gemausert.

Wie bei allen Social Media Plattformen hat man in wenigen Minuten ein Twitterprofil erstellt. Wie es geht, beschreibt das folgende Video.

Längst gibt es viele Zusatztools, mit denen man Twitter professionell als Einrichtung oder Unternehmen nutzen kann. Allerdings sind die meisten auf Englisch und viele kostenpflichtig. Im folgenden eine Auswahl von Links, die ich empfehlen würde.

 

 

7. März 2014
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Pragmantische Netzjugendliche…

Es gibt viele Studien zum Thema Internet und Jugend und vermutlich ebenso viele Vorurteile. Eines stimmt so pauschal sicher nicht mehr, der blasse männliche Jugendliche mit den roten Augen, der tage- und nächtelang am PC sitzt und zockt. Das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet hat eine neue Studie veröffentlicht, dass in der deutschen Gesellschaft digitale Gräben existieren: Es gibt Menschen, für die das Internet eine fremde Welt ist, manche entdecken diese Welt gerade für sich und tasten sich vorsichtig in sie hinein, wiederum andere sind so selbstverständlich online, dass sie sich kaum vorstellen können, wie jemand ohne Internet überhaupt leben kann. Die Grafik auf skizziert die Internet-Milieu-Landschaft der deutschen Gesellschaft.

Sehr interessant….

 

25. Februar 2014
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Kinotipp Februar 2014

Eine alte Frau sucht ein halbes Jahrhundert, nachdem ihr in einem irischen Kloster ihr uneheliches Baby weggenommen wurde, gemeinsam mit einem zynischen Journalisten ihren Sohn. Das nach einer historischen Begebenheit inszenierte Drama ist eine ergreifende Mischung aus komischem Road Movie, detektivischer Recherche und wütender Anklage. Geschickt balanciert die Inszenierung die unterschiedlichen Töne aus, wobei die Komik des Films aus der Gegensätzlichkeit der Hauptfiguren resultiert, die sich mit lakonischen Dialogen bekämpfen und so das gelegentliche Pathos auffangen. – Sehenswert ab 14.

Großbritannien/Frankreich/USA 2013
Regie: Stephen Frears
Länge: 98 Min.
Verleih: Universum
Kinotipp der katholischen Filmkritik 253/Februar 2014


13. Februar 2014
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Tablets im Kindergarten?

Eine spannende Frage, wie ich finde. Ich schreibe gerade an einem Artikel zur Mediennutzung von Kindern im Alter von 2 bis 5 Jahren und was finde ich? Mehrere YouTube-Videos, die zeigen, wie kompetent die Kleinkinder mit einem Ipad umgehen. Gezeigt wird aber auch, welche Schwierigkeiten das Kind mit einem Printmedium hat.

Nun kann man pädagogisch einwenden: Das kommt davon, wenn die ganze Welt digitalisiert wird. Was wird bloss aus den Kindern?

Bei meinen Recherchen stoße ich aber auch darauf, dass Eltern ihren Kindern genau dieses vorleben. Sie sind es, die abends auf dem Sofa mit dem Tablet Mails beantworten, Filme schauen oder andere wichtige oder unwichtige Dinge tun. Erwarten wir da nicht etwas zu viel von den Kindern? Noch ist der Artikel nicht fertig…

 

4. Februar 2014
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Kinotipp

Kinotipp der katholischen Filmkommission

Le Passé

Ein Iraner kehrt nach Paris zurück, um vor Gericht seine Ehe mit einer Französin offiziell aufzulösen. Während seine Noch-Ehefrau etwas überstürzt die Zukunft mit einer neuen Familie vorantreibt, wirft die Vergangenheit noch manchen Schatten. Ein facettenreiches Familien-, Ehe, Beziehungs- und Migrationsdrama, das von Übergangsphasen und -räumen sowie den Schwierigkeiten der Ablösung handelt. Ein sorgfältig inszenierter, kunstvoll austarierter Film, der gegen Ende zwar dramaturgisch ausfranst, aber mit großer Meisterschaft ein Netz von Beziehungen zwischen den Figuren spannt, in dem sich die Verhältnisse von Anziehung, Verwerfung, Vertrautheit und Befremden ständig neu sortieren. – Sehenswert ab 14.

Frankreich/Italien 2013
Regie: Asghar Farhadi
Länge: 130 Min.
Verleih: Camino
Kinotipp der katholischen Filmkritik 251/Januar 2014

www.filmdienst.de

 

29. Januar 2014
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Big Brother im Wohnzimmer

Und wieder ein neuer „Medien“Skandal. Tatort: Wohnzimmer. Motiv: Ausspionieren, wer welche Fernsehprogramme schaut. Werkzeug: Internetfernseher.

Nicht die NSA ist diesmal am Pranger, sondern die Rundfunkanstalten selber. Zum Hintergrund. Ein Redakteur der C´t hat herausgefunden, dass die Sender ohne Kenntnis und Wissen der Wohnzimmergucker Programmprofile erstellen. Und das geht so: Auch wenn der Internetfähige Fernseher nicht per WLan an das hauseigene Internet angeschlossen ist oder wird, sendet dieser Signale an Google – richtig gelesen – an Google und über Google Analystics können die Auswertungen gefahren werden.

Pikant an der Sache: Der Fernsehzuschauer weiß und merkt nichts davon! Was die Fernsehnation dazu wohl zu sagen hat.

 

12. Dezember 2013
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Katholischer Filmtipp

Richtig gute Filme zu finden, ist oftmals gar nicht so einfach. Gut für den Filmfreund, wenn er oder sie auf diversen Internettplattformen suchen kann. Hier werden ab sofort empfehlenswerte Film der katholischen Filmkommission vorgestellt. Warum? Die Antwort ist recht einfach, weil ich einerseits Mitglied in der Filmkommission bin und weil ich andererseits davon überzeugt bin, dass diese Filme absolut sehenswert sind.

Ich beginne mit Schwestern:

Schwestern

Die jüngste Tochter einer durch und durch weltlichen Familie schließt sich einem Orden an. Am Tag ihrer Einkleidung treffen sich alle beim Kloster. Als sich die Zeremonie verschiebt, brechen auf einer Obstwiese lang aufgestaute Konflikte los. Unausgesprochenes drängt ans sommerliche Tageslicht, Lebensentwürfe und Haltungen werden hinterfragt. Die familiären Zwistigkeiten verlieren ihre Wucht, als sich Profanes und Sakrales ineinanderschieben. Warmherzige „menschliche Komödie“ über das Loslassen, visuell wie akustisch getragen von der subtilen Kunst poetisch-stiller Chiffren.

Zur Langkritik auf filmdienst.de